Kronach leuchtet 2012 – Meine Impressionen

Als echter Kronacher darf man Kronach leuchtet natürlich nicht verpassen. Auch allen Anderen sei diese Veranstaltung wirklich wärmstens empfohlen. Die Bilder sind am Mittwoch entstanden und da hat es endlich mal nicht geregnet. Somit konnten wir dann doch mal fotografieren, obwohl wir nicht mal alles zu Gesicht bekommen haben.

Hier also die “Ausbeute” von mir.

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[LIGHTPAINTING | LAPP] Die größte Inspiration ist die Dunkelheit. Aus ihr lässt sich so viel Neues erschaffen.

Einleitung

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Light-Painting (Lichtmalerei), -Writing, -Graffiti, -Art oder LAPP. Dieses Kind hat viele Namen. Fast jeder der sich mit dem Thema Fotografie beschäftigt wird wissen, dass Lichtquellen, welche in Bewegung sind, bei Langzeitaufnahmen Lichtspuren hinterlassen. Sicherlich hat man diesen Effekt schon das ein oder andere Mal auf einem seiner Fotos entdeckt. Beispiele sind hier Sternbewegungen, ein beleuchtetes Karussell in Bewegung oder Scheinwerferspuren in der Nacht.

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Ursprung

Neu ist das Ganze nicht. Schon 1949 hat der LIFE Fotograf Gjon Mili mit keinem geringeren als Pablo Picasso Lightpainting Fotos angefertigt. Wahrscheinlich gehen erste Versuche mit dieser Technik aber noch viel weiter zurück. Deswegen sollte sich keiner der heutigen Lichtkünstler als Erfinder dieser Art der Fotografie fühlen.

Visual Dreams Light Project Team

Vor gut 2 Jahren hat mich der Virus selbst erwischt. Da ich sehr experimentierfreudig bin, habe ich mir diese Art der Fotografie mal genauer angeschaut. Zuerst war ich noch alleine unterwegs, aber schon kurze Zeit später gesellte sich Stefan Welsch hinzu und so gründeten wir das Visual Dreams Light Project. Klingt wichtig und macht ordentlich was her, oder? Viele Fotos sind ab dieser Zeit gemeinsam entstanden.

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Faszination – Die Mischung macht es

Warum ich nicht näher auf die Bezeichnungen oben eingehe? Weil es für mich eigentlich keine Bedeutung hat, wie man das Ganze nennt. Für den Artikel werde ich mal den Begriff LightArt verwenden. Ich möchte euch hier lieber erzählen, was mich an dieser Art der Fotografie fesselt und fasziniert. Fotografie bedeutet für mich kreativ zu sein, Bilder zu gestalten und damit etwas Neues zu erschaffen. Außerdem probiere ich gerne viel aus und tüftle herum, bis ich mit dem Endergebnis einigermaßen zufrieden bin. Diese Bereiche werden bei der LightArt Fotografie voll abgedeckt. Mit der LightArt Fotografie kann man die Umgebung völlig neu gestalten und sozusagen in ein „anderes Licht“ rücken. Auch dies fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

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Equipment und Vorgehensweise

Ich fange mal mit der Fotoausrüstung an.

 

Fotoausrüstung

Erste Versuche lassen sich zwar auch mit einer Kompakten durchführen, bei der man z.B. die Belichtungszeit auf 30 Sekunden einstellen kann, doch stößt man hier schnell an die technischen Grenzen.

 

Kamera

Es ist eigentlich unumgänglich, dass bei der Kamera die Belichtungszeit frei wählbar ist. Einige Aufnahmen dauern oft mehrere Minuten und so ist es am besten, wenn sie über eine Bulb-Funktion verfügt. Dies ist eine Funktion, bei der der Verschluss so lange offen bleibt, wie der Auslöser gedrückt wird. Des Weiteren ist eine Kamera mit einem geringen Rauschverhalten von Vorteil. Grundsätzlich ist eine Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) am besten geeignet. Diese Kameras erzeugen ein geringeres Bildrauschen da ein größerer Sensor verbaut ist.

 

Objektive

Die Lichtstärke des Objektivs ist hier nicht ausschlaggebend, da oft sehr lange belichtet wird. Durch verschiedene Objektive hat man aber natürlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

 

Stativ

Ohne geht es nicht. Zwar kann man auch den umgekehrten Weg gehen und die Kamera vor Lichtquellen bewegen, aber für die Art der Fotografie, wie ich sie hier vorstelle, ist es unumgänglich, dass die Kamera fest steht.

 

Kabelauslöser / Fernauslöser

Hiermit lässt sich die Bulb-Funktion komfortabel nutzen. Da sich diese Auslöser meist verriegeln lassen, bleibt der Verschluss so lange geöffnet, bis diese wieder gelöst wird. Bei Fernauslösern wird der Verschluss beim ersten Drücken geöffnet und beim wiederholten Drücken geschlossen. Für einzelne Effekte ist ein Fernauslöser nützlich, um die Kamera gezielt zu bedienen. Es sei noch erwähnt, dass Teamarbeit sich hier schnell bezahlt machen kann.

 

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Light Tools

Nun folgt der erste kreative Teil. Für viele Effekte benötigt man speziell kreierte Lichtwerkzeuge. Hier ist eure Fantasie und Kreativität gefragt. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt. Oft überlegt man Tage oder Wochen, wie man einen bestimmten Effekt verwirklichen kann. Teilweise kommt es zu etlichen Fehlversuchen, bis man am Ende ans Ziel kommt. Ich hoffe jeder versteht deshalb, dass hier nicht alles verraten wird. Dadurch würde schnell der Zauber verloren gehen, welcher dieser Art der Fotografie anhaftet. Reduziert man alles auf die rein technischen Aspekte, würde das meiner Meinung nach die LightArt Fotografie zerstören. Im Grunde ist es auch nicht nötig hier ins Detail zu gehen. Schnappt euch eine Lichtquelle und probiert einfach aus was, man damit alles machen kann. So und nicht anders funktioniert das Ganze. Ich ertappe mich regelmäßig, dass ich wie eine Mücke vom Licht angezogen werde. Sobald ich irgendetwas leuchten sehe, beginnt bei mir das Kopfkino wie ich diese Lichtquelle für Effekte einsetzen kann. Dies fängt bei Wunderkerzen an und hört bei Autoscheinwerfern noch lange nicht auf. Oft werden für unsere Lichteffekte Lampen oder Ähnliches eingesetzt, die unter der 1 Euro Grenze liegen.

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Basics

Ganz auf dem Trockenen will ich euch aber doch nicht lassen.

 

Farbeffekte

Natürlich kann man verschiedenfarbige Lichtquellen nutzen, leichter lässt sich dies aber durch einfache Farbfolien erzeugen. Einfach mal nach Farbfolien im Internet suchen. Oft setzte ich diese ein, um die Umgebung gezielt auszuleuchten.

 

Figuren malen

Damit fängt eigentlich jeder an. Meist werden schöne Herzchen gemalt oder andere Sachen versucht. Dafür benötigt man einfach eine Lichtquelle und legt los, indem man sich damit vor der Kamera bewegt. Zwischenräume erreicht man einfach, indem man die Lichtquelle ausschaltet, oder eben abdeckt und an anderer Stelle neu beginnt. Es ist dabei gut sich hinter der Kamera Fixpunkte zu suchen. Eine gute räumliche Vorstellungskraft ist auch nicht von Nachteil. Trotzdem macht hier einfach Übung den Meister.

 

Spiralen, Kreise und Lichtkugeln (Orbs)

Funktioniert nach dem Grundprinzip Lichtquelle an Schnur. Bewährt haben sich hier Lichter, die nach allen Seiten strahlen. Kreise funktionieren, indem man mit der Lichtquelle Kreisbewegungen ausführt, was jetzt bestimmt keine große Überraschung ist. Bei Spiralen bewegt man sich zusätzlich etwas schräg auf die Kamera zu oder weg. So erhält man einen Tunneleffekt. Wie Lichtkugeln im Prinzip entstehen, habe ich hier (LINK) beschrieben. Ein paar weitere Einblicke findet man übrigens auf meiner Webseite.

 

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Vorgehensweise

Jetzt möchte ich noch kurz schildern, wie ich im Grunde vorgehe. Da es mir bei den Fotos wichtig ist, dass die Umgebung mit einbezogen wird, spielt diese natürlich auch meist eine große Rolle. Ist diese gefunden, wird die Kamera aufs Stativ montiert. Ich selbst fotografiere im manuellen Modus, eingeschalteter Bulb-Funktion, mittlerer Blende im RAW-Format. Fokussiert wird meist auf einen Bereich, an dem der Großteil der Effekte stattfindet. Danach wird der Autofokus ausgeschaltet. Damit mehrere Effekte kreiert werden können, ist es unumgänglich, dass entweder die Lichtquelle schnell abschaltbar ist, oder das Objektiv abgedeckt wird. Die zweite Möglichkeit ist die komfortablere Lösung, funktioniert natürlich aber nicht, wenn man alleine unterwegs ist. Dafür habe ich mir einfach einen schwarzen Becher gebastelt, der über das Objektiv gestülpt wird. Danach kann das LightTool und der Standort leicht gewechselt werden.

Wie oben schon geschrieben, kommt man nicht herum zu experimentieren. Oft spielt die richtige Reihenfolge eine entscheidende Rolle. Auch über eine gewisse Choreographie sollte man sich Gedanken machen. Lasst euch ruhig mal darauf ein, aber Vorsicht, es besteht ein hoher Suchtfaktor.

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Dieser Artikel ist auch auf der Webseite fotocommunity.de unter Fotowissen – Lichtkunstfotografie veröffentlicht worden.

Urban Light Painting | LAPP in einer alten Ziegelei

Wieder waren Steve und ich auf Tour gewesen. Diesmal hat es uns in eine alte Ziegelei verschlagen wo wir bei Weiten noch nicht alle Räumlichkeiten ausgenutzt haben. Spaß hat es gemacht, obwohl es am Anfang diesmal etwas zäh los ging. Hmm, eigentlich ist das wenn ich genau nachdenke fast immer so. Vielleicht brauchen wir immer etwas Zeit um warmzulaufen. Außerdem haben wir an diesem Abend noch unerwarteten Besuch bekommen und auch hier nette Gespräche führen können.

Nun aber zu den neuen Fotos. Bisher nur die Ausbeute von mir, die Fotos von Steve folgen noch. An diesem Abend waren wir beide dann doch zu kaputt um die Fotos noch auszutauschen.

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