[Rezension] Hoëckers Entdeckungen – Ein merkwürdiges Bilderbuch längst vergessener Orte

Ich habe es getan und mir dieses Buch doch einmal gekauft. Die Neugier war dann doch zu groß und so habe ich es mir in einem Buchladen vorbestellt. Nach kurzem Durchblättern habe ich mich dann entschieden dieses Buch doch zu kaufen.

hoeckersentdeckungen

Hoëckers Entdeckungen: Ein merkwürdiges Bilderbuch längst vergessener Orte [Amazon Affiliate] wird im Hardcover mit 256 Seiten geliefert und hat die Maße 24,4 x 19,4 x 2 cm. Soweit schon einmal nicht schlecht.

 

Warum Hoëckers Entdeckungen?

Als Autoren treten Erik Haffner, Bernhard Hoëcker und Tobias Zimmermann in Erscheinung. Hier ist schon mal der erste Punkt der mir etwas komisch erscheint aber natürlich rein Marketing technisch leicht erklärbar ist. Warum Hoëckers Entdeckungen? Eigentlich sind die Fotos größtenteils von den Herren Haffner und Zimmermann und sogar die Texte stammen die meiste Zeit nicht aus der Feder von Bernhard Hoëcker. Wie gesagt, leicht erklärbar. Der Name verkauft sich besser.

Die Texte

Wow, kein reiner Bildband sondern wirklich auch ziemlich viel zu lesen. Ist ja schon einmal nicht schlecht. Ein Buch mit gewissen Informationswert … dachte ich.

Die Ernüchterung kam allerdings nach wenigen Seiten. Informationsgehalt ist eher als “heiße Luft” zu bezeichnen. Über die Locations erfährt man eigentlich kaum etwas. Was aber meiner Meinung nach noch schlimmer ist, ist der erzwungene Witz der in jedem Satz hinein gepresst werden musste. Diesen “Witz” haben auch die Autoren Zimmermann und Haffner angenommen. War hier Herr Hoëcker der Ghostwriter? Haben alle drei Autoren einen geheimen Ghostwriter? Fragen über Fragen. Jedenfalls ähnelt sich das Geschriebene doch ziemlich stark.
Was für Manchen ja lustig und unterhaltend ist, wurde für mich leider schnell etwas ermüdend. Bitte nicht falsch verstehen, Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers: Mit Gëocaching zurück zur Natur: Mit Geocaching zurück zur Natur [Amazon Affiliate] hat mir damals recht gut gefallen und hatte sogar einen gewissen Informationswert. In diesem Buch kann ich den allerdings nicht finden. Natürlich werden die Grundsätze der Urbexer mal kurz angeschnitten –  “Hinterlasse nichts als Fußabdrücke …” – schließlich ist man ja vom Fach. Hier finde ich aber sogar das manche Texte eher Urban Exploring ins falsche Licht rücken.

Die Fotos

Für mich waren ein paar Fotos ganz interessant, da ich manche Locations kannte. Ein paar haben mir sogar gefallen. Für einen Bildband, oder besser gesagt ein Bilderbuch fand ich aber die Qualität eher durchschnittlich. Meiner Meinung wurden hier alle Fotos zusammengesucht, einzig und allein für den Zweck das Buch zu füllen. Ein paar Fotos sind unscharf, andere schief und wieder andere würde ich erst gar nicht veröffentlichen. Da es wohl bei manchen Locations von der Bilderzahl nicht reichte, wurde schnell mal verschiedene Orte zusammen geworfen und zu einer Geschichte in zwei Teilen verbaut. Warum schreibt man ein Buch wenn man eigentlich nicht mal genug Inhalte hat um dieses zu füllen?

Wer wirklich auf der suche nach guten Fotos von verlassenen Orten ist, sollte sich eher nach anderer Lektüre umsehen.

 

Fazit

Für kurze Zeit ganz unterhaltsam, da ich einige Orte wieder erkannte. Ansonsten hat dieses Buch leider den Hauch von “Kohle machen” anhaften. Wer sich nur etwas unterhalten lassen will, den Humor von Bernhard Hoëcker mag, dem sei dieses Buch dennoch empfohlen.

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